Morgenstund hat Gold im Mund

Meine Unterkunft in Widdig hatte eine traumhafte Lage, direkt über dem Rhein. Gestern Abend habe ich das noch bei leckerer Pasta auf der Terasse genossen, heute Morgen dann beim  Blick aus dem Fenster zum Sonnenaufgang um 6:50
So romantisch kann Rhein sein und so startete ich früh in Richtung Wesseling
Aber eins war auch schnell klar: der Niederrhein hat nicht nur eine romantische Seite, je näher ich an Wesseling herankam zeigte er auch seine andere Seite
Die Petrochemie (Evonik und Co.) von Wesseling. Mein Plan, auf die andere Seite zu wechseln, gab ich auf, als mir die Personenfähre vor der Nase davonfuhr ( und hier wechselt sie nicht ständig, das hätte richtig Wartezeit gekostet) . Es half nur eines: einen großen Bogen um Hafen und Industrie zu machen, und dafür nahm ich die Straßenbahn bis Sürth. 
 Mein Ziel war heute Rodenkirchen. Das hätte einen kurzen Weg bedeutet, wenn ich die Gerade genommen hätte, aber viel schöner und richtiger für das Projekt Rhein-Total war, den großen Bogen mitzumachen , den der Rhein hier macht und der hier weißer Bogen heißt. Es war ein toller Weg, keine Spur mehr von Industrie, als wäre man ganz woanders
Und dann sah man auch schon Rodenkirchen, und bis auf die letzten 1000 m bei trockenem Wetter, aber dann fing es leider an zu regnen und für morgen ist nichts Gutes zu erwarten. 18 km waren esheute,da ich ja einen Teil mit der Tram abgekürzt hatte (903 km bisher)
Morgen wird es nach Kölle gehen , direkt ins Herz des Feindesland's 😉 Und es wird der 50.Tag meiner Tour seit Beginn der ersten Etappe sein. Da meinten meine Füße, das sei doch ein Grund, einen Ruhetag einzulegen. Ich werde ihnen nicht widersprechen.


Mein Hut: studiert ein ihm unbekanntesVerkehrsschild 
Wie kommen der Heimat immer näher