Schwermütiger Abschied

Der heutige Weg war bestens vertraut, so oft bin ich ihn schon gelaufen. Aber das Feeling war schon ein Anderes. Es ist komisch, nach so langer Zeit nach Hause zu kommen und einfach dran vorbeizulaufen. Ich hatte mich schon vor geraumer Zeit dazu entschieden, nicht nach Hause zu gehen sondern mein Quartier hinter Kaiserwerth aufzuschlagen und ich denke, dass war eine richtige Entscheidung. Die Gefahr, sonst aufzuhören , wäre groß.
Und so hieß es denn am Morgen, noch einmal Abschied zu nehmen von Düsseldorf.
Na ja, die Strecke von heute muss ich nicht kommentieren, sie dürfte den Meisten bekannt sein. Ich habe sie ein wenig anders als sonst wahrgenommen. Nach über 950 km Rhein habe ich unseren Fluss ganz unterschiedlich gesehen und weiß jetzt noch  mehr als zuvor: der Rhein ist bei uns unglaublich schön. 
23 km waren es heute (978), bis Kaiserswerth immer am Rhein entlang und dann durch die Felder. Jetzt ist mein Blick gen Norden gerichtet, noch rund 300 km sollten vor mir liegen und bis Emmerich noch ein schönes Stück davon (trotz Industrieunterbrechungen) mein geliebter Niederrhein
Mein Hut: wehmütiger Blick zurück